Daniel möchte jetzt schon seine neuen Kollegen einladen. Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Er redet abends pausenlos über seine Kollegen und ich weiß schon richtig viel über die. Sie schauen auch alle Fußball und sind natürlich alle richtig gut drauf. Mir war nie bewusst, wie wichtig es für Daniel ist, dass die Kollegen nett sind. Ich dachte immer, vor allem die Arbeit ist von Bedeutung. Aber er genießt es, mittags mit seinen Kollegen zu essen und mal einen Spaziergang zu machen oder nach der Arbeit noch ein Bier zu trinken. Ich freue mich drauf, wenn die alle mal zu uns kommen. Es hat mich damals bei dem anderen Job schon belastet, dass ich nie wusste, wo er sich aufhält und mit wem er sich so umgibt. Es ist großartig, dass das nun alles anders wird. Die Kollegen bringen dann auch ihre Frauen mit.
Wir wollen mal Daniels Kollegen einladen!
24. April 2012Daniel arbeitet nun!
16. April 2012Es ist plötzlich ein ganz anderer Alltag für mich. Es ist komisch, dass Daniel nun nicht mehr den ganzen Tag Zuhause ist. Ich muss aber zugeben, dass ich darüber schon ziemlich froh bin. Ich kann morgens aufstehen und mein Ding machen und es ist nicht die ganze Zeit jemand da, außer Joe natürlich. Ich bin irgendwie freier und kann mich auch ohne Rechtfertigung mal mittags auf die Couch legen und fernsehen. Die Spaziergänge sind auch immer herrlich mittags. Morgens vor der Arbeit geht Daniel immer. Das tut ihm gut. Er sitzt ja viel und da ist das dann der Ausgleich. Abends gehen wir zusammen und sprechen über den Tag. Das hört sich nach einer Bilderbuchfamilie an, was? Aber es war ja auch nicht immer so bei uns. Das muss man ja auch immer bedenken. So wirklich ernsthaft hab ich zwar nie an Trennung gedacht, aber es war schon kritisch.
Wir gehen auf einen Zeltplatz!
21. März 2012Wir wollen nun noch ein paar Tage wegfahren, bevor Daniel mit dem neuen Job anfängt. Erst hatten wir kurz überlegt, dass wir mal wieder auf die Kanaren fliegen könnten. Und dann ist uns ganz schnell eingefallen, dass wir ja nun zu dritt sind und dass das mit den Kanaren dann wohl nicht so einfach möglich ist. Da wir aber trotzdem unbedingt wegfahren wollen, werden wir es nun mit dem Wohnmobil versuchen. Marcels Vater hat ein Wohnmobil, das wir ausleihen können. Er hat auch nichts gegen einen Hund im Wohnmobil. Bisher hatte ich immer das Gefühl, dass Joe gerne im Auto sitzt, aber das werden wir dann ja noch sehen. Zur Not nehmen wir eben einen nahegelegenen Zeltplatz. Hauptsache, wir kommen mal wieder raus. Und Daniel kann nun endlich mal mit dem Hund in einem Raum schlafen. Das hat er sich ja immer gewünscht.
Und schon hat er eine neue Stelle!
16. März 2012Das ging ja nun reibungslos. Daniel hat nun eine neue Stelle und kann in vier Wochen anfangen. Er hat ein gutes Gefühl dabei und hat auch schon die ersten Kollegen kennengelernt. Gleich nach dem Vorstellungsgespräch hat er noch mit zwei zukünftigen Kollegen einen Kaffee getrunken. Er hat auch viel erzählt nach dem Vorstellungsgespräch. Alles eben so, wie ich es kenne von ihm. Ich würde nun tatsächlich gerne mal seine alten Kollegen kennenlernen. Das müssen ja wirklich ganz schreckliche Leute sein. Aber vielleicht lassen wir das Thema nun auch einfach hinter uns und freuen uns darüber, dass nun alles wieder besser ist. Daniel soll sich jetzt die nächsten Wochen noch ausgiebig mit dem Hund beschäftigen, bevor ich dann endlich mal dran bin. Ich freue mich auch schon auf die Zeit, wenn ich tagsüber mit Joe mal alleine bin. Manchmal fühle ich mich nämlich außen vor.
Daniel hat nun ein Vorstellungsgespräch nach dem anderen!
22. Februar 2012Genau so hatte ich mir das eigentlich vorgestellt. Daniel hat seine Bewerbungen abgeschickt und hat nun auch nach relativ kurzer Zeit schon Rückmeldungen bekommen. Das wird sicher etwas werden bald. Er hat sich nun wieder in seinem alten Bereich beworben, auch wenn die finanzielle Seite da eine andere ist. Aber was will er mehr? Er hat mich, er hat den Hund und wir haben auch genug Geld zum Leben. Wir könnten sogar noch kein Kind durchfüttern. Geld ist nicht alles und das weiß er nach seiner depressiven Episode nun auch. Es hat sich wirklich alles zum Guten gewendet, wir führen auch wieder eine richtige Beziehung. Wenn Daniel nun seine Vorstellungsgespräche hat, sagt er mir vorher immer extra, dass ich mit dem Spaziergang warten soll, bis er wieder da ist. Er ist total vernarrt in den Hund. Es ist wirklich nicht zu fassen.
Joe wohnt nun bei uns!
16. Februar 2012Wir haben Joe nun zu uns geholt. Ich konnte das nicht mehr ertragen. Immer, wenn wir uns im Tierheim verabschiedet haben, war das schmerzhaft für alle drei. Und das muss ja nicht sein. Wir haben ja eine große Wohnung und einen Garten und ich kann mich tagsüber auch immer zwischendurch mit Joe beschäftigen. Die netten Leute vom Tierheim meinten auch, dass wir uns immer bei ihnen melden können, wenn wir Fragen haben. Ich fühle mich da wirklich gut unterstützt und denke, dass alles klappen wird. Momentan ist Joe nachts noch etwas unruhig, aber auch das wird sich mit der Zeit legen, denke ich. Daniel möchte den Hund dann immer ins Schlafzimmer lassen, aber damit bin ich nicht einverstanden. Der Hund soll sich an so etwas nicht gewöhnen. Ich mag es auch nicht, wenn er immer bettelt am Tisch und Daniel muss sich da auch etwas an die Regeln halten.
Heute waren wir wieder bei Joe!
22. Januar 2012Mittlerweile gehen wir nun schon länger mit Joe spazieren. Daniel war auch zwischenzeitlich noch mal alleine da, weil ich viele Aufträge hatte und das nicht geschafft habe. Also alleine würde ich mir niemals einen Hund zulegen. Man braucht wirklich sehr viel Zeit für einen Hund und ich kann nicht verstehen, wie man mit dem Hund immer nur 5-Minuten-Spaziergänge machen kann. In meiner früheren Wohnung habe ich immer meine Nachbarin beobachtet, die mit ihrem Hund immer nur ums Haus gelaufen ist. Ich fand das einfach schlimm. Gerade im Winter ist das natürlich nicht immer angenehm, mit dem Hund nach draußen zu gehen, das muss man einfach wissen. Aber ich denke, Daniel würde das auch machen, wenn er dann einen neuen Job hat. Er liebt den Hund jetzt schon über alles. Ich werde ja manchmal schon fast eifersüchtig auf den Hund. Aber nur fast!
Mittlerweile waren wir schon einige Male im Tierheim!
16. Januar 2012Wir waren jetzt beinahe jeden zweiten Tag im Tierheim. Wir haben dort nun auch einen bestimmten Hund, mit dem wir immer spazieren gehen. Joe heißt der Hund, ein schwarzer Labrador. Also ich würde meinen Hund ja nie so nennen, aber er heißt nun mal so und hört auch auf den Namen. Das kann man eben nicht ändern. Das ist nur ein Punkt, der bei einem Tierheimhund eben schwierig ist. Wir wissen auch nicht genau, was Joe in seinem bisherigen Leben so durchmachen musste und ob sich das irgendwann noch bemerkbar macht. Bisher ist Joe aber ein traumhafter Hund. Er hört schon auf einige Kommandos und ist zwar etwas scheu, aber sehr lieb und verschmust. Wenn sich das weiter so entwickelt, werden wir Joe zu uns holen. Daniel strahlt auch immer, wenn er Joe an der Leine hat, das macht ihn wirklich glücklich.
Wir waren heute im Tierheim!
11. Januar 2012Wir waren heute im Tierheim und haben uns die Hunde angeschaut. Ich habe mich danach richtig elend gefühlt. Es gibt dort so viele Hunde, die ein Zuhause suchen und ich würde sie am liebsten alle aufnehmen. Es gibt auch viele Hunde, die eine Verletzung haben und dadurch sehr schwer zu vermitteln sind. Ich habe zum Beispiel einen Hund mit nur drei Beinen gesehen. So etwas tut mir total leid, aber ich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, einen Hund aufzunehmen, der nicht richtig laufen kann. Das ist total mies, ich weiß, aber wir würden mit dem Hund gerne Sport machen und Radfahren gehen und viele Jahre mit dem Hund teilen und da wäre mir ein Hund, der fit ist schon lieber. Die Leute in dem Tierheim waren aber sehr nett zu uns. Ich hatte schon befürchtet, dass sie uns Vorhaltungen deshalb machen. War aber nicht so.
Neues Jahr, neues Glück!
4. Januar 2012Daniel bewirbt sich nun wieder für neue Jobs und ich bin mir sicher, dass er auch bald etwas finden wird. Ich weiß ja schon länger, dass das die richtige Entscheidung war, die er da getroffen hat, aber ich glaube auch, dass es ihm langsam bewusst wird. Wie ich befürchtet hatte, haben seine Eltern nicht gerade gut reagiert. Sie haben ihm mal wieder Vorwürfe gemacht und ihn so hingestellt, als wäre er faul und verweichlicht. Ich könnte bei so etwas regelrecht ausrasten, aber Daniel zuliebe halte ich mich zurück. Es geht mich ja auch nichts an, aber ich kann es nicht mit ansehen, wie sich Daniel immer derart runterputzen lässt von seinen Eltern. Er gibt eigentlich nie Widerworte. Von daher ist mein Verhältnis zu meinen Schwiegereltern auch nicht gerade das beste. Ich muss mich immer sehr zusammenreißen, wenn wir uns sehen und es gelingt mir nicht immer.
